
Explorative Theologie weiß noch gar nicht alles über Gott und die Welt. Deshalb geht sie auf Erkundung. Raus aus dem Seminarraum, rein in die Gesellschaft. Dort fahndet sie nach Spuren des Mysteriums im Alltag: Gottesprofiling mitten im Leben. An Ende steht das Erstaunen über die unverhoffte Präsenz Gottes im Anderswo.
An Straßenecken, auf dem Wertstoffhof, in der Szenekneipe, im Dorfladen, auf der Intensivstation, am Pfandflaschenautomat, im Überlandbus, im Kinosaal, auf dem Arbeitsamt, im Fitnessstudio, in der WG-Küche. Dort leuchten die brennenden Dornbüsche. Dort stehen die Jakobsleitern. Dort findet man Altäre des unbekannten Gottes. Überall dort kann man dem Auferweckten begegnen. Mitten im Leben.

„Gott ist an diesem Ort, und ich habe es nicht gewusst.“
Genesis 28,16

Was ist explorative Theologie?

Sie verlässt den Hörsaal und geht auf Erkundung. Mitten in der Welt von heute sucht sie nach Spuren ihres je größeren Gottes. Hier finden Sie einen Textbeitrag, einen Erklärfilm, einige Kurzvideos und einen Podcast zu dieser theologischen Spurensuche.
Hier erscheinen studentische Textbeiträge, die in Lehrveranstaltungen der Münsteraner Pastoraltheologie entstanden sind. Denn es wäre ja eine unverantwortliche Vergeudung von theologischer Kreativität, wenn diese zum Teil großartigen Texte nur ein(e) einzige(r) Dozierende(r) zu lesen bekommt…

Münsteraner Studierende
Im Studium kommt es darauf an, eine eigene Sprache in der Rede von Gott zu finden. Hier erproben angehende Münsteraner Theolog:innen das im Kontext eigener Feldexplorationen, die Praxisfelder und Diskursarchive auf eine kreative Weise verbinden.
Münsteraner Pastoraltheologie steht für eine explorative Theologie, die Praxisfelder der Gegenwart und Diskursarchive der Vergangenheit in gleichintensiver Weise erkundet. Innerhalb dieser kreativen Differenz konzentriert sich Elisa Prkačin auf diskursöffnende Pathosphänomene, Christian Kern auf performative Heteromorphien und Christian Bauer auf christliche Zeitgenossenschaft.

Christian Bauer
Theologie treiben heißt für mich: christliche Zeitgenossenschaft leben. Explorativ und kritisch. In das zeitgenössische Leben eintauchen – und dessen viele kleine Geschichten mit den großen Erzählungen des Christentums verweben.
An
Straßenecken, auf dem Wertstoffhof,
am Pfand-
flaschenautomat, im Überlandbus, auf
dem Arbeitsamt, im
Fitnesstudio. Dort
leuchten die brennenden Dornbüsche.
Straßenecken, auf dem Wertstoffhof,
am Pfand-
flaschenautomat, im Überlandbus, auf
dem Arbeitsamt, im
Fitnesstudio. Dort
leuchten die brennenden Dornbüsche.




